Unsere Projekte

Gesundheitsförderung in der Neustadt - „NeustadtGesund"

 

In   In der Flensburger Neustadt wird als kommunales Modell eine Gesamtstrategie zur Vernetzung von präventiven und gesundheitsfördernden Angeboten entwickelt („Gesundheitsförderungs- und Präventionsketten“). Das Ziel des Projektes „ NeustadtGesund" ist die datenbasierte und partizipative Entwicklung einer bedarfs- und bedürfnisorientierten Gesamtstrategie, um der in der Gesundheitsförderung verbreiteten „Projektitis“ entgegenzuwirken. Stadtteilrelevante Daten wurden zusammengeführt, erhoben und ausgewertet. Als Sekundärquellen dienten Daten der kommunalen Gesundheits- und Sozialberichterstattung sowie Routinedaten der kooperierenden Krankenkassen, jeweils bezogen auf den Stadtteil. Primärdaten wurden mittels Bewohnerbefragung und qualitativen Untersuchungen erhoben. Parallel zur Datensammlung wurde der Ansatz im Stadtteil kommuniziert und wird fortlaufend im Dialog mit den Akteuren des Stadtteils weitergeführt. Das Projekt wird vom Bund-Länder-Programm Soziale Stadt für die Laufzeit von September 2011 bis Juni 2014 gefördert. 

In Ergänzung zur Entwicklung der kommunalen Gesamtstrategie werden seit März 2013 Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils Neustadt zu kommunalen Gesundheitsmittlern geschult. Das Projekt „Gesund und engagiert im Alltag - Sund og aktiv i hverdagen“ wird in Zusammenarbeit mit den dänischen Kommunen Sønderborg und Aabenraa durchgeführt. Kommunen im deutsch-dänischen Grenzgebiet setzen sich trotz knapper werdender öffentlicher Mittel für gesundheitliche Chancengleichheit ein. Die beteiligten Kommunen haben sich das Ziel gesetzt, soziale, psychosoziale und gesundheitliche Ressourcen von Menschen alltagsnah durch Angebote zur Partizipation und bürgerschaftlichem Engagement lokal zu fördern. Bis zu 50 Personen pro Kommune qualifizieren sich für die Rolle von Gesundheitsmittlern. Passende Settings wurden aufgrund von Problemlagen und/oder eines günstigen Zugangs zu Strukturen freiwilligen Engagements ausgewählt. Das Schulungs- und Supervisionskonzept wird auf der Grundlage eines partizipativen Praxis- und Forschungsverständnisses entwickelt. Der Prozess wird auf den Ebenen (1) Zusammenarbeit und Vernetzung, (2) Entwicklungsprozesse der Gesundheitsmittler und (3) Wahrnehmung bei den Bürgerinnen und Bürgern untersucht. Das Projekt wird vom EU-Programm  Interreg 4 A Syddanmark-Schleswig-K.E.R.N. bis Mai 2015 gefördert. 

Kooperationspartner beider Projekte sind die Abteilung Gesundheitspsychologie und Gesundheitsbildung der Uni Flensburg, die Gesundheitsdienste der Stadt Flensburg und die gesetzlichen Krankenkassen AOK Nordwest, BARMER GEK, DAK und TK. Weitere Partner sind u.a. die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung in Schleswig-Holstein und das Gesunde-Städte-Netzwerk.

Flyer Gesundheitsmittler
Ein Teil der Strategie zur Gesundheitsförderung im Stadtteil sind die Gesundheitsmittlerinnen und Gesundheitsmittler.
FlyerGesundheitsmittler.pdf
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